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Anstelle eines Vorwortes
von Michael Weinand Vorsitzender

Als Ambitio am Freitag dem 15.Mai 1998 um 21 Uhr die Türen zur Halle am Güterbahnhof West öffnete, hofften wir auf etwa 500 Gäste, die an diesem Abend kommen mussten, um unsere Ausgaben zu decken. Es kamen 20. Die Enttäuschung kann man sich vorstellen. Mit über 10.000 Mark Schulden saßen wir am Sonntag Abend gemeinsam in der leeren Halle und feierten. Wir hatten Erfolg gehabt, unsere Ideen umgesetzt und ein neues Angebot in Wiesbaden geschaffen. Es hatte nur niemand mitbekommen. Heute ist das anders. Wenn jeden dritten Donnerstag im Monat die Türen zur Räucherkammer im KuK Schlachthof geöffnet werden, kommen so viele Menschen, wie wir es uns damals erhofften.

Nur bezahlen wir keine überteuerte Miete an die Deutsche Bahn und das Wasser fließt einfach aus der Leitung. Drei Jahre Erfahrung sammeln und Lehrgeld zahlen liegen zwischen diesen beiden Events. Eine Zeit, in der wir es geschafft haben, uns nicht entmutigen zulassen und weiter zu machen.

Damals in „unserer“ Halle hat es jeder an seinem eigenen Leib erfahren. Wir haben gebaut, genagelt, geschraubt, gekehrt, gebastelt und sogar in der Halle übernachtet. Heute nehmen wir vielleicht weniger wahr, welche Dinge durch uns angestoßen wurden und werden.
Denn aus Ambitio, aus einer Gruppe heraus, die wir auch heute noch sind, haben sich Menschen entwickelt, die in Ihren Berufen und Ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten die Idee von Ambitio leben, entwickeln und in die vielen Bereiche Ihres Schaffens einbinden.
Ambitio ist heute mehr als je zuvor voller Tatendrang. Dabei tritt Ambitio nicht mehr so häufig als Verein auf, doch wenn man genauer hinschaut was die „Ambitios“ heute machen und wo Sie überall wirken, wird klar: Die Ambitio-nierte Idee in jedem einzelnen von uns ist mehr denn je aktuell.

Und Ideen gibt es immer noch genug, nur es fehlt die Zeit, um diese als Verein in die Tat umzusetzen. Doch das macht nichts. Denn uns waren Kontakte und Kooperationen zur Stadt, besonders dem Jugend- und Kulturamt, den Fraktionen der demokratischen Parteien in Wiesbaden, aber auch Gespräche mit unzähligen Initiativen und sozial engagierten Personen immer sehr wichtig. Denn ein Netzwerk von Engagement, Austausch und Kommunikation ermöglicht erst eine effektive Bündelung kreativer und sozialer Kapazität.
Und so sind wir heute selbst Ansprechpartner geworden. Für junge Menschen, die sich mit ihren Ideen ein wenig allein gelassen fühlen. Und so können wir heute Türen öffnen, Kontakte vermitteln, finanzielle Mittel bereitstellen oder einfach nur da sein, mit Rat und einem offenen Ohr. Und das macht mich sehr stolz.

 

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