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Menschen, die in die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation hineinwachsen, sind oft mit der frustrierenden Erfahrung konfrontiert, an der vorgefundenen Komplexität, Undurchschaubarkeit, emotionalen Kälte und manchmal auch Paradoxie der sie umgebenden Welt scheitern müssen.

Diese Erlebnisse münden oft in Aggressionen, Demotivation und Resignation. Öffentliche Anlaufstellen sind bei der Bewältigung der dann auftretenden Reaktionen und Verhaltensweisen oft überfordert oder reagieren im Unvermögen, die Gründe zu hinterfragen, repressiv oder autoritär. Diesem Kreislauf können sich junge Menschen nur selten eigenständig entziehen. Politische, kulturelle und gesellschaftliche Angebote müssen daher bereits im Vorfeld vorhanden sein. Dazu bedarf es einer konsequenten Bereitstellung von Raum, Zeit und Mitteln, um die kreativen Energien Jugendlicher aufzufangen und in gesellschaftlich progressive Weise zu nutzen. Wichtiger Bestandteil eines solchen langwierigen und schwierigen Prozesses ist es, die Akteure zu ermutigen, ihre Ausdruckformen selbständig zu wählen und sie auf diesem Weg konstruktiv und kritisch zugleich zu begleiten.

Die Kooperation mit bestehenden Initiativen im kulturellen und sozialen Bereich sowie Verantwortlichen in Politik und Verwaltung stelle für Ambitio einen konzeptimmanenten Bestandteil dar. Nur in der gemeinsamen Arbeit mit diesen können Erfahrungen und (durchaus knappe) Ressourcen auch zum Tragen kommen. Gerade durch das ehrenamtliche Engagement können aufgrund geringer zeitlicher Möglichkeiten oft Ideen oder selbst fertige Konzeptionen kleinerer Verbände oder Gruppierungen allerdings nicht umgesetzt werden.

Darüber hinaus setzt sich Ambitio über eingefahrene Denkmuster hinweg. Im Bereich der freien Kultur soll somit ein „szenefreier“ Geist gelebt werden. Dieser lässt sich nahezu unbeschränkt auf kulturelle Ausdrucksformen ein, die im Sinne der Entwicklung eigenverantwortlicher Ideenwelten und interessanter Selbstgestaltung der jeweiligen direkten und mittelbaren Umwelt wirken. Die Bündelung dieser kreativen Kräfte. Die einen anregenden Austausch ebenso beinhalten, wie den Lernprozess eines gegenseitigen Verstehen-Lernens, lässt ein gemeinsames, wirkungsvolles Agieren erst zu.

Ambitio kann sich nur dann an gesellschaftlich relevanten Prozessen wirksam beteiligen, wenn der verein keiner Szene- oder kulturellen Beschränktheit dogmatisch verhaftet ist, sondern vielmehr eine Befreiung von Trends und Kommerzkultur, die nicht wirklich zum sozialgesellschaftlichen Denken animiert, vorantreibt. Hierbei sollen die Möglichkeiten und Vorstellungswelten vielerlei „Szenen“ ihren Platz finden.

Auf dem Weg, den Ambitio beschreiten will, werden sowohl strukturelle als auch konzeptionelle Veränderungen vorgenommen werden müssen. Da die Akzeptanz bei Jugendlichen die Basis einer in unserem Sinne erfolgreichen Arbeit darstellt, müssen Inhalt und Form einem ständigen Diskussionsprozess unterliegen. Hierfür ist das Erreichen und die Sensibilisierung einer breiten Öffentlichkeit notwendig. Wir möchten mit unserer Arbeit einen Kommunikationsprozess in Gang setzen, an dem eine möglichst breite Bevölkerungsgruppe beteiligt sein kann. Daher setzen wir ebenso auf einen generationsübergreifenden Dialog. Erfahrungen aus anderen biographischen Sichtweisen müssen als Eindrücke akzeptiert werden können, um auf sie einzugehen. Ambitio wird bei all dem sowohl auf die finanzielle Unterstützung Dritter, wie auf die Mitwirkung öffentlichkeitsschaffender Institutionen wie städtischen Einrichtungen, bestehenden Vereinen und Institutionen sowie auch der lokalen und regionalen Presse angewiesen sein.

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